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Neuen Zielen entgegen

Die Reise geht weiter, neuen Zielen entgegen

Auch an diesem Tag scheint die Sonne, als ich mich, unterwegs mit dem Auto, Borlänge nähere und den Kirchturm der Stora Tuna Kirche erblicke.

Ich fühle mich inspiriert und Erinnerungen werden wach. Als kleiner Junge habe ich die Umgebung Borlänges erkundet. Ich erinnere mich, wie gross die Stadt war, wenn man von einem kleinen Ort wie Mariefred in Mamas „grosse“ Heimatstadt reiste.

Hier gab es riessige Fabriken und eine Menge grosser Geschäfte, sowohl Tempo als auch EPA, wenn ich mich recht erinnere. Des Weiteren beeindruckte das Maserhallen, Borlänge, einen kleinen Jungen wie mich ungemein.

Am Spannendsten war es jedoch, sich als Bub und ganz allein von Tante Irmas Wohnung am Soltorget zu Onkel Sig nach Bullermyren Bullermyren zu begeben. Es war ein aufregender Weg und wenn man Glück hatte, kam ein grosser Eisenbahnzug vorbei, dem man zugucken konnte, ehe es über die Gleise ging.

Onkel Stig arbeitete in der Kvarnsvedens Papierfabrik und erzählte immer viel über seine Arbeit, vor allem von den grossen Papierrollen. Er und meine Mutter kamen aus einer Klempnerfamilie mit vielen Kindern. Vater Axel starb leider viel zu früh. Die Brüder mussten in der Folge früh die Verantwortung für die Versorgung der Familie übernehmen.

Dies war noch lange kein Hindernis dafür, dass zwei von ihnen erfolgreich und berühmt wurden. Der Ältere von beiden, Erland, wird die Andersson „Barkmaskin“ erfinden, die es bis heute in vielen Sägewerken gibt. Der Jüngere hiess Arne Andersson, der für die BK Masen und den Borlänge Sportclub boxte, eher er nach Amerika zog. Er kam doch immer wieder nach Schweden um zu boxen und gewann sogar die schwedischen Meisterschaften, SM.

Es wird eine Zeit dauern bis ich schliesslich selbst einige Jahre in Amerika bei Arne und seiner Familie in Florida leben werde.

Ich beschliesse, das Auto im Zentrum abzustellen und den Hagavägen hoch zum Soltorget zu gehen, und weiter nach Bullermyren. Gleichzeitig schaue ich am Hotel Galaxen vorbei, wo im Spätherbst eine Bier & Whiskey Messe geplant wird.

Neue und alte Eindrücke vermischen sich auf meinem Weg durch die Stadt, viele Dinge haben sich verändert seit meiner Kindheit Mitte der 60er Jahre. Aber in einer Seitenstrasse erkenne ich Familie Björkes Haus wieder. Nie werde ich die grosse Eisenbahnanlage vergessen, die deren Sohn im Keller hatte.

Viele sind an diesem schönen Tage draussen und „basteln“ in und an ihren Gärten. In meiner Innentasche habe ich ein Photo von dem was ich glaube, dass es Mamas alte Schule war. Ich möchte sehen, ob es diese noch gibt. Ich frage Vorbeigehende, aber keiner scheint sie zu kennen. Und ich weiss nicht recht, wo sie lag, weil die Familie in Borlänge und Umgebung mehrmals umgezogen ist.

Mir fällt ein, dass es nun 10 Jahre her ist, als ich mich, nach einem Besuch in Papas Elternhaus, dazu entschloss, Vodka herzustellen. Ein Produkt und ein Unternehmen, das mir viel Freude und wunderbare Kontakte schenkt.

Ich nehme das Auto hoch zum Mellsta Camping, wo wir oft unseren Wohnwagen stehen hatten. Ich setze mich, mit einer Brotzeit in der Tasche. Die Gedanken beginnen sich wieder um Blaubeeren, Preiselbeeren, Wald, Geäst und Wacholderbeeren zu drehen... Hier haben wir es!

Runa soll einen Gin produzieren, der so riecht, wie wenn du dein Zelt an einem Frühjahrsmorgen öffnest und die frische Waldluft einatmest. Natürlich soll dieser, wie auch Runas andere Produkte, ungemischt getrunken werden, und einen eigenen Charakter haben.

Miljöbild

Später besuche ich die Brennerei Sankta Annas um zu hören, ob sie diesen unseren Gin herstellen möchte. Das Interesse ist gross und wir entwickeln gemeinsam einen Runa Small Batch Gin. Gleichzeitig erfahre ich, dass das Unternehmen nach Mockfjärd verlegt wird. Es kann einfach nicht besser werden:

Runa Gin wird letztlich in Dalarna hergestellt werden, genau so wie ich es mir gewünscht habe.

Im Frühjahr 2015 kam Runa Small Batch Gin in das Bestellsortiment von Systembolaget und damit erhalten alle die Möglichkeit, den wunderbaren Geschmack und Duft eines ökologisch produzierten Gins zu testen.

Ich möchte noch mehr erreichen und versuche den Aufsichtsrat der Runa Vodka AB davon zu überzeugen, einen weiteren, einzigartigen Gin zu produzieren, der auf der Veredelung von alten Geschmacksmischungen und neuem Denken beruht.

Dies bedeutet, dass Runa den ersten Schritt zu einem gelben Gin hin macht, der in Holz gelagert wird, um einen entsprechenden Charakter und mit der gelben Farbe zu erhalten. Meines Wissens gab es im Frühjahr 2015 keinen anderen Hersteller in Schweden der die Idee aufgegriffen hat, die alten Lagerweisen für gelben Gin weiter zu entwickeln, deren Ursprünge historisch weit zurück liegen.

Ein gelber Gin wird so lange gelagert, bis sich der gewünschte Charakter entwickelt. Es gibt keine Einschränkungen, etwa welche Art von Fass benutzt oder wie lange er gelagert wird.

Ich entschloss mich für Wacholderholz, das uns den
gesuchten Charakter bietet. Nach 7 Monaten Lagerung
waren wir zufrieden und die ersten 324 gezapften Flaschen verliessen Mockfjärd.

Da die Idee in Borlänge geboren wurde, mit dem Schulphoto meiner Mutter in der Innentasche, tauften wird das Produkt ganz einfach Runa Old School Yellow Gin, weil das genau das erklärt, was dieses veredelte Produkt darstellt:


“Die Herstellung gelben Gins nach alter Schule”

Es Hat Alles Einen Anfang

Unsere Geschichte nimmt im Jahre 2004 in dem kleinen idyllischen Städtchen Mariefred im Zentrum Schwedens ihren Anfang. Es ist ein Uhr mittags an diesem Sommertag im Juni. Ich habe gerade zu Mittag gespeist und gleite auf meiner Road King über die kurvigen engen Straßen. Ich bin gebannt vom Anblick der wunderschönen Seen, Wälder und Ebenen.

Ein altes Schloss oder Herrenhaus folgt dem anderen in der Idylle des Sörmlands. Ich nähere mich der Auffahrtsallé zum Geburtshaus meines Vaters, dem Gården Vappersta, einem Hof, den ich seit meiner Kindheit nicht mehr besucht habe. Ich nehme den Helm ab und fahre das letzte Stück nur mit dem Wind, der mir ums leicht ergraute Haar weht.

Meine Gedanken schweifen weit zurück in die Zeit, als mich mein Vater hinaus auf unsere Besitztümer nahm um zu Jagen und Geschichten über das Leben auf dem Hof und über die alten Völker bis hin zur Wikingerzeit zu erzählen. Die warmen Strahlen der Sonne lassen mich träumen und die Vergangenheit lebendig werden.

Ich erinnere mich an die beißende Kälte damals und den zauberhaft glitzernden Schnee um uns herum, als Vater und ich an einem Wintertag Wild jagten. Wie damals spüre ich ein Flattern im Magen beim Gedanken an die Gewehrsalve, als plötzlich ein Hase vor uns aufgesprungen war.

Ich bleibe vor dem alten Runenstein, von unseren Vorfahren einst erschaffen und in den Boden gerammt stehen und stelle meine Harley an den Straßenrand. Ich nehme meine Lederjacke ab und verweile ein wenig vor diesem alten Stein mit seinen sonderbaren Zeichen. Ich setze mich, lehne mich an den Stein und spüre den Wind der Geschichte auf meiner Haut und durch meine Gedanken strömen. Mein Blick bleibt auf dem Chrom der Räder haften und die gleißenden Sonnenstrahlen blenden mich für eine Weile, schicken mich noch einmal zurück in die Zeit der alten skandinavischen Welt der Wikinger.

Ich versuche mich in diese Welt hineinzudenken. Wie das Leben damals in der Zeit der Handels- und Entdeckungsreisen und der Feldzüge wohl aussah? Mutig, stark und verwegen muss dieses einfache Volk gewesen sein, als es mit seinen stolzen Schiffen von Land zu Land zog. Was waren das für Menschen, die sich im Mälardalen niederließen, um dort Handel zu treiben? Was war das für ein Volk, das fortzog um die Welt zu entdecken und zu erobern? Fühlten sie ähnlich, wenn sie die Landzunge eines neuen Kontinents umsegelten, wie ich, wenn ich mit hoher Geschwindigkeit eine Kurve nehme, oder über eine Straßenkuppe fliege hinter der mich Ungewissheit erwartet?

Oder fühlten sie vielleicht den gleichen Eifer und Entdeckungsdrang wie die Menschen, die erstmals ihren Fuß auf den Mond setzten oder in den Weltraum flogen? Fühlten sie auch ein Flattern im Magen wie ich, als die Jagdtrophäe erlegt wurde? Waren diese skandinavischen Wikinger glücklich? Kannten sie das Gefühl der Liebe zu ihren Familien und Freunden? Oder waren Arbeit und Jagd nach Nahrung einzig bestimmendes Element in einem mühsamen und harten Leben? War ihr Körper und Geist im Einklang? Fragen, die Forscher und Geschichtsschreiber zu beantworten haben und viel Platz für Fantasien und Träume lassen. Stell Dir vor, die Geschichte könnte uns eines Tages Antwort darauf geben!

Das Schloss Gripsholm
Das Schloss Gripsholm

Als ich etwas später aus meinem Traum erwache, spüre ich Energie in meinem Körper, eine Energie, die mich dazu treibt, meine Gefühle und Geschichten aus dieser wunderbaren Idylle – noch kann ich sie kaum in Worte fassen – mitzuteilen. Wieder auf meiner Harley, als ich langsam durch die laue Sommernacht nach Hause gleite, trifft mich ein Gedanke wie ein Blitz: Wie könnte ich nur dieses herrliche Gefühl anderen in meiner Umgebung mitteilen? Mein Hirn vibriert während ich durch die Nacht fahre. Ich komme an der Auffahrtsallee zum Schloss Gripsholm und seiner benachbarten Schnapsbrennerei vorbei. Ich verweile am Wegesrand und sehe mir die schöne Umgebung in ihrem sommerlichen nächtlichen Gewand an. Ich beobachte einige Hirsche, die sich im Schutz der Dunkelheit ans Wasser wagen um nach Futter zu suchen.

Ja, alle sind wir auf die eine oder andere Weise darauf angewiesen, stets nach Nahrung zu suchen um zu überleben, wir Menschen wie auch die Tiere. Wieder drehe ich den Schlüssel um und fühle wie das Donnern des Motors mich wie stets umarmt.

Wir sind eins, meine Road King und ich.

Ich fahre weiter. Mein Weg führt mich nun nach Hause, in meine Hofeinfahrt. Ich stelle den Motor ab und das herrliche Donnern meiner Maschine verstummt. Das einzige was man in der Sommernacht nun hört ist Vogelgezwitscher und das Flattern der Fledermäuse, die hektisch Nahrung für ihren Nachwuchs suchen, Nachwuchs, der das Leben und die Geschichte weiterführen wird.

Ich bin müde, denke nach diesem wundervollen Ausflug in die Allee der Erinnerung aber nicht daran, zu schlafen. Ich gehe geradeaus zum Eisschrank, fülle ein Glas mit Eiswürfeln und herrlich kaltem Vodka. Ich höre wie es im Glase knistert und das Eis springt! Mit meinem Glas in der Hand lasse ich mich auf der Veranda nieder um die Stille der Nacht zu genießen. Ich denke an meinen Cousin auf der anderen Seite der Erdkugel, der mich einmal fragte:

Kannst Du einen Weg finden, mir das spezifisch skandinavische Gefühl mitzuteilen, von dem Du mir erzählst? Gib uns ein Bild und das Gefühl der Schönheit, Stärke, des Mutes und der Reinheit, von dem uns die Geschichte berichtet!

Brennerei am Schloss Gripsholm<
Brennerei am Schloss Gripsholm

Als hätte er meine Gedanken gelesen. Die gleiche Frage habe ich mir an diesem herrlichen Tag gestellt, als ich diesen Ausflug in die Allee der Erinnerungen und in die alte skandinavische Welt unternahm. Wie sollte ich dieses wunderbare Gefühl anderen Menschen mitteilen? Ein Schluck des kalten Vodkas brennt sich durch meine Adern und erfüllt wohlig meinen Körper und Geist. Meine Gedanken wandern zurück zur alten Brennerei am Schloss und zum klaren Wasser des Mälaren Sees. Ich denke an die alten Skandinavier und deren Erfahrung eigene Schnäpse zu brennen, deren überwältigendes Können, ihren Branntwein mit Pflanzen und Kräutern zu würzen..

I think about the old Scandinavians and their experience in making their own vodka, and their vast knowledge of flavouring the liquid with herbs and plants.

Könnte ich das auch?

Die Erforschung von Pflanzen und Kräutern durch den Botaniker Carl von Linné hat den Skandinaviern mehr Wissen, Erfahrung und Interesse am Würzen ihres Branntweins und ihrer Gerichte gegeben als vielen anderen Kulturen. Dieses Wissen und die Erfahrung wurden vom Vater an den Sohn und der Mutter an die Tochter, über viele Generationen hinweg weitergegeben. Ich denke an all das, was ich von meinem Vater und meiner Mutter gelernt habe: Die Liebe zu den Mitmenschen und zu den Tieren. Das Einstehen für Recht und Gerechtigkeit. Das Wertschätzen und Pflegen was Gott und die Natur uns geschenkt haben.

”Ich will es und ich werde es tun!

Tag aus Tag ein jagen mich diese Gedanken, bis ich eine gute Woche später meine liebe Freundin und Designerin Malin Mattsson treffe. Ich erzähle ihr von meinen Überlegungen und meiner Entdeckungsreise in die alten Zeiten bis in die Gegenwart und darüber, was ich für die Zukunft plane. Ich berichte ihr von meiner Idee und meinem Wunsch, meiner Mitwelt das ganz besondere skandinavische Gefühl zu vermitteln, ja, ein Produkt zu entwickeln in Gestalt eines neuen Vodkas, dessen Geschmack als Botschaft meinen Mitmenschen in anderen Ländern weit weg von Schweden ein Bild meiner schwedischen Wurzeln übermittelt.

Na, fang doch an! Worauf wartest Du noch?
Die Geschichte wartet nicht!

Sagt Malin lachend. Wir setzen das Gespräch fort, während wir uns genüsslich ein Gläschen mit herrlich kaltem Vodka on the rocks gönnen. Einige Tage später ruft Malin an, erfreut und voller Erwartung, und lädt sich selbst zu mir ein. Sie sagt:

Ich habe etwas für Dich,
etwas worauf Du lange gewartet hast..

Malin kommt, und setzt sich mir gegenüber aufs Sofa. Sie hält ein Pergamentpapier in den Händen, blickt mir tief in die Augen, überreicht mir die Papierrolle und sagt:

Wir mögen uns doch, mein Lieber, oder?
Du bekommst dies von mir und von Deinem Vater,
ob Du es willst oder nicht.

Verständnislos fange ich an, die Pergamentrolle zu öffnen. Es handelt sich um eine Schenkungsurkunde. Ich lese folgendes:

Schenkungsurkunde von Malin

Lieber Freund, den Namen den Du suchst, hat es all die Jahre in Deiner Nähe gegeben. Den Namen, den du verwenden wirst ist „RUNA“, der alt-nordische Begriff für die Runenschrift; gleichzeitig ist er der Ursprung des Namens „Rune“, der Name Deines Vaters.
Deine ergebene Freundin, Malin Mattsson

Und die Herstellung von RUNA Vodka fand hiermit ihre Geburt und Taufe!